Ende der Ära Hans Burckhardt

Führungswechsel bei der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig: die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler (links) im Gespräch mit dem früheren Vorsitzenden Hans Burckhardt (rechts) und dessen Nachfolger Frank Neubauer (Zweiter von links) sowie dem stellvertretenden Vorsitzenden Bernd Heinrich und Iris Hurrlein, Leiterin des Amtes für Soziale Förderung und Teilhabe. Foto: PM

Zwölf Jahre lang war Hans Burckhardt Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig. Nun hat er das Amt in jüngere Hände übergeben und stellte seinen Nachfolger, den Juristen und Unternehmer Frank Neubauer, bei einem Besuch im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen vor.

Region – Die Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler nutzte die Gelegenheit, um Burckhardt für sein großes Engagement für die Alzheimer Gesellschaft zu danken. „Die Diagnose Alzheimer zu bekommen, weckt Ängste und Sorgen, denn mit der nicht heilbaren Erkrankung zu leben, stellt die Betroffenen selbst, aber auch die Angehörigen, vor große Herausforderungen. Das Leben, wie es bislang miteinander geführt wurde, ändert sich. Da ist es gut, mit der Alzheimer Gesellschaft eine Anlaufstelle zu haben, die weiterhilft und die auch ganz praktische Hilfestellung im Alltag gibt“, erklärte Simmler im Gespräch mit Burckhardt, Neubauer und Bernd Heinrich, der stellvertretender Vorsitzender ist. Denn Ziel der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig war es von Anfang an, die Angehörigen zu entlasten in Form von Betreuungsangeboten für die an Alzheimer erkrankten Familienmitglieder.

Nach der Gründung der Gesellschaft im Jahr 1999 wurden zunächst niedrigschwellige Angebote für eine Betreuung zwei bis dreimal in der Woche gemacht. 2003 schließlich wurde ein Tageszentrum für die Betreuung eröffnet. „Für viele Angehörige ist diese Einrichtung seit ihrem Start wie ein Rettungsanker, denn dadurch haben sie Gelegenheit, für die Pflege ihrer Angehörigen neue Kraft zu schöpfen“, erläutert der heute 86-jährige Burckhardt die Hintergründe. Wie anspruchsvoll und fordernd diese Pflegearbeit ist, hat er selbst erlebt, da seine Frau mit nicht einmal 60 Jahren erkrankte. So kam er selbst in Kontakt mit der Alzheimer Gesellschaft und begann 2004, sich im Vorstand zu engagieren. 2010 übernahm er den Vorsitz, den er in diesem Jahr abgegeben hat.

In Frank Neubauer sieht er einen bestens geeigneten Nachfolger, da dieser sich sehr im sozialen Bereich engagiert. „Ich bin froh, dass wir ihn bekommen haben“, sagte Burckhardt. Neubauer erklärte, dass das Wissen um die Erkrankung heutzutage zwar viel weiterverbreitet sei als noch vor zehn Jahren. „Es gibt aber noch viel Aufklärungsarbeit, die wir leisten müssen“, sagte er und begrüßte das im vergangenen Jahr ins Leben gerufene Netzwerk „Allianz für Menschen mit Demenz Main-Kinzig“, in dem auch die Alzheimer Gesellschaft mitarbeitet.

So fanden in diesem Jahr zahlreiche Vorträge und Veranstaltungen über das gesamte Kreisgebiet hinweg statt, die das Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet haben.
upn

Noch keine Bewertungen vorhanden