Neues vom Diakonischen Werk

Landrat Thorsten Stolz (rechts) ist mit der Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hanau-Main-Kinzig, Ute Engel, und ihrem Stellvertreter Carsten Grau ins Gespräch gekommen. Foto: PM

Main-Kinzig-Kreis – Landrat Thorsten Stolz hat sich im Gespräch mit Ute Engel und Carsten Grau über die aktuellen Themen des Diakonischen Werks und des Main-Kinzig-Kreises ausgetauscht. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Pfarrerin Engel ist seit knapp einem Jahr die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Hanau-Main-Kinzig, Carsten Grau ihr Stellvertreter.

Ute Engel und Carsten Grau berichteten, dass es neben dem Wechsel in der Geschäftsführung auch weitere organisatorische Veränderungen in der Diakonie gebe. Dazu gehörten flachere Hierarchien, verbunden mit mehr Verantwortung in den Teams. 40 Mitarbeiter hat das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig, davon viele gelernte Sozialarbeiter, aber auch Beschäftigte, die den Quereinstieg geschafft haben. Zu den Schwerpunkten der Diakoniearbeit zählen die Ambulante Suchthilfe, die Schuldnerberatung und die Sozialberatung. Die Mitarbeiter bieten zudem Flüchtlings- und Migrationsberatung, psychologische Beratung sowie Betreutes Einzel-Wohnen an.

„Wir wollen auch weiterhin sehr darauf achten, mit unseren Angeboten in der Fläche präsent zu sein und es den Menschen leicht zu machen, bei uns Hilfe zu bekommen“, sagte Ute Engel. Neben Hanau hat die Diakonie noch Standorte in Gelnhausen und in Schlüchtern und unterhält ein Beratungsangebot in Wächtersbach. Nach dem Ende der pandemiebedingten Einschränkungen herrsche eine wahre Aufbruchsstimmung unter den Beschäftigten. „Unsere Mitarbeitenden haben eine unbändige Lust, wieder durchzustarten und mit den Menschen direkt zu sprechen“, so Engel.

Die Sorge nach der zukunftssicheren Finanzierung treibt die Diakonie ebenso um wie viele andere Beratungsstellen von kirchlichen und nicht-kirchlichen Organisationen und Verbänden derzeit. Landrat Thorsten Stolz äußerte Verständnis angesichts so vieler Ungewissheiten in diesen Zeiten, sicherte jedoch zu: „Wo es uns rechtlich und finanziell möglich ist, stützen wir als Landkreis die Beratungsstellen. Denn sie leisten wertvolle Präventionsarbeit. Sie bewahren Menschen davor, in noch schwierigere Problemlagen abzudriften. Und der Bedarf wird ganz sicher nicht kleiner in den nächsten Jahren.“

Auch personell versprechen die kommenden Jahre eher Veränderung, was mit Blick auf die jeweilige Altersstruktur der Beschäftigten letztlich ein Thema ist, dem sich sowohl die Diakonie als auch der Main-Kinzig-Kreis stellen müssen, wie Landrat Thorsten Stolz, Ute Engel und Carsten Grau feststellten. Und eine weitere Gemeinsamkeit: Noch gibt es keinen unmittelbaren Mangel an Bewerbungen für offene Stellen beziehungsweise Ausbildungsplätze. „Dabei hilft es, dass wir bei der Fachkräftesuche den Blick weiten und auch in der Breite, über Konfessionsgrenzen hinweg, suchen dürfen“, berichtete der stellvertretende Diakonie-Geschäftsführer Carsten Grau.

Mit der Verjüngung des Diakonie-Teams und beschleunigt durch Corona ist die Nachfrage nach flexibleren Arbeitszeiten und mehr Homeoffice beim Diakonischen Werk Hanau-Main-Kinzig gestiegen. Wo es vom Tätigkeitsfeld her passt, mache die Diakonie das möglich, so Engel. „Unsere Arbeit lässt sich aber nicht komplett digitalisieren. Wir brauchen das direkte Gespräch und die Nähe zu den Menschen. Das ist die Grundlage für das Gelingen unserer Arbeit“, so die Geschäftsführerin.

Nach einem Rundgang durch die Räumlichkeiten der Diakonie beendete Stolz seinen Besuch, verbunden mit dem Dank an das Diakonische Werk Hanau-Main-Kinzig. „Die Vielfalt der Beratung und Hilfeleistungen der Diakonie ist beeindruckend. Wenn ich meinen Dank und meine Anerkennung für diese Arbeit ausdrücke, dann tue ich das auch stellvertretend für die vielen Menschen – Ältere, Jüngere, zum Teil Kinder – die aus welchen Gründen auch immer in Not und Abhängigkeit geraten sind und tagtäglich von dieser Arbeit profitieren.“ thb

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