Preisgekrönte Projekte für eine intakte Umwelt

Im „Glashaus“ in Linsengericht wurden die vier besten Umweltinitiativen im Kreisgebiet ausgezeichnet. Foto: PM

Damit auch die kommende Generation noch lebenswerte Verhältnisse vorfinden, ist ein schonender Umgang mit den Ressourcen und der Natur unbedingt erforderlich.

Region – Diesen anerkannten Zusammenhang betonte Erste Kreisbeigeordnete Susanne Simmler zu Beginn ihrer Ansprache anlässlich der Verleihung des Umweltpreises 2022. Zur offiziellen Verleihung hatte die Untere Naturschutzbehörde mit Amtsleiterin Katrin Hess, Abteilungsleiter Bernd Leutnant sowie Mitarbeiterin Katharina Reinert eingeladen in das „Glashaus“ in Linsengericht-Altenhaßlau.

„Die ausgewählten Projekte zeigten sehr eindrucksvoll, was mit Einsatzbereitschaft, Kreativität und persönlicher Verantwortung möglich sei, sagte die Umweltdezernentin.

Ein überzeugendes und weitreichendes Konzept hat die ehrenamtliche Initiative „Klimapakt für Schlüchtern“ des Vereins für Wirtschaft und Tourismus (WITO) von rund drei Jahren ins Leben gerufen. Örtliche Unternehmen und Institutionen übernehmen ganz konkrete Verantwortung und verpflichten sich unter anderem, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren sowie durch geeignete Maßnahmen auszugleichen.

Die Initiative basiert auf einer Idee des WITO-Vorstands, Gerd Neumann und des Unternehmers und WITO-Mitglieds Karl Friedrich Rudolf. Inzwischen beteiligen sich 23 Schlüchterner Unternehmen und Institutionen an der Idee.

Die Maintaler Plogging-Gruppe mit Initiatorin Grit Schneider ist seit 2019 aktiv. Hinter ihrem Gruppennamen verbirgt sich das „bewegte Müllsammeln“. Regelmäßig treffen sich mehrere Personen, um den alltäglichen Unrat auf wechselnden Routen und Einsatzorten innerhalb der Maintaler Gemarkung aufzusammeln.

Dabei suchen sie auch das Gespräch mit Passanten und Passantinnen sowie den Austausch mit anderen Ploggern, um das Nachdenken und Bewusstsein über den Zustand unserer Umwelt und des Klimaschutzes zu forcieren. Das Ergebnis dieser Aktivitäten ist beachtlich: In den Monaten von Januar bis Dezember vergangenen Jahres wurden 100 Arbeitsstunden geleistet. Dabei konnten innerhalb von sieben Monaten unter anderem 405 Kilogramm Restmüll und 40 Kilogramm Glas gesammelt werden. Auch in diesem Jahr sind bereits 500 Kilogramm Müll eingesammelt worden, wie Grit Schneider in Linsengericht aktuell berichtete.

Quasi automatischen Zulauf erlebt das Projekt „Selbstversorger“ an der Erlenseer Georg-Büchner-Schule. Wie Umweltdezernentin Simmler erläuterte, überzeugt das Konzept durch seinen Ansatz „von der Aussaat bis zum Verkauf“. Janine Schäfer ist Lehrerin der Georg-Büchner-Schule und leitet das Schulprojekt, das noch weitere Aspekte der Umweltbildung der Schüler umfasst. Dazu gehören das Befüllen der Hochbeete, Anlegen von Blühwiesen, die Herstellung eines gesunden Tees aus hauseigenen Kräutern wie Pfefferminze und Kamille sowie die Betreuung von Nistkästen.

Auch die Gruppe „NUTRIA“ aus Nidderau hat mit großen Einsatz und kreativen Ideen auf sich aufmerksam gemacht. Der Erfolg ruht auch hier auf vielen Schultern und der Name ist Programm: „Nidderauer Umwelt Team Räumt Intensiv Auf“. Über digitale Informationskanäle wird aufgerufen zu gemeinschaftlichen Aktionen im Sinne einer sauberen und möglichst intakten Umwelt, schilderte Daniel Habermann die Arbeit der Gruppe.

Die Gruppe setzt sich zudem ein für die Installation von Sammelbehältern für abgerauchte Zigaretten an öffentlichen Plätzen, organisiert die regelmäßige Reinigung der Bahnsteige, befreit alte Bäume vom Plastikschutz und berät Gastronomen zum Thema Abfallvermeidung.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen, urteilte Umweltdezernentin Susanne Simmler anerkennend.  how

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