Riesen-Flohmarkt zum Stöbern

In der Langgasse versammelt (von links): Clara vom Endt (Grüne), Bürgermeister Daniel Christian Glöckner, Daniel Botzum (VR Bank Bad Orb-Gelnhausen), Tobias Zipf (Kreissparkasse Gelnhausen), Beatrix Moritz (Gewerbeverein Gelnhausen), Petra Schmidt (Stadtmarketing). Foto: Andrea Euler

Zum 14. Mal sind am Sonntag, 31. Juli, zwischen 12 und 18 Uhr zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte in Gelnhausen geöffnet, um all das zum Schnäppchenpreis anzubieten, was in den Lagern keinen Platz mehr findet.

Gelnhausen – „Alles uff die Gass“, der Einzelhandelsflohmarkt, zu dem in Kombination mit einem Antikmarkt, einer CD- und Schallplattenbörse und einem Kinderflohmarkt der Stadtmarketing- und Gewerbeverein Gelnhausen einlädt, hat sich „zu einer Marke entwickelt“. Das betont Petra Schmidt, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins, im Rahmen der Pressekonferenz im Vorfeld der Märkte. Traditionell findet der Markt am letzten Sonntag im Juli statt – nach diesem Stichtag begann früher der Sommerschlussverkauf.

„Es ist inzwischen eine schöne Traditionsveranstaltung“, strahlt Schmidt. Die Angebote sind sowohl in der Unter- als auch der Oberstadt zu finden: Auf dem Obermarkt lockt der Antikmarkt, der bereits um 9 Uhr beginnt und der stets ein informiertes Publikum anzieht. Das hochwertige Angebot der Aussteller wird dadurch sichergestellt, dass Neuware und nachgemachte Antiquitäten verboten sind.

Knapp „180 laufende Meter“ umfasst das Angebot, platziert in U-Form vor dem Rathaus. Die Anbieter kommen aus der ganzen Republik, einer sogar aus Österreich, viele „Wiederholungstäter“ finden sich darunter. „Das sind Menschen, die das mit Freude machen und Gelnhausen toll finden. Es ist ein Markt mit hochwertigem Angebot, kein Flohmarkt. Das passt hier gut rein.“ Es sind nicht mehr ganz so viele Aussteller wie vor der Pandemie, das allerdings ermöglicht auch ein klein wenig Abstand zwischen den Ständen. „Das wird lockerer, schöner, bietet noch mehr Aufenthaltsqualität“, so Schmidt. Eingebunden ist in allen Aktionsbereichen die Gastronomie, vom Obermarkt bis zur Müllerwiese. Auf dem Untermarkt sind es „60 laufende Meter“ Präsentationsfläche, auf denen die CD- und Schallplattenbörse angeboten wird. Spaß für die Familien wird dann im Bereich rund um die Müllerwiese und das Ziegelhaus geboten: Es gibt eine Hüpfburg und eine Riesenrutsche, Kinderschminken soll es geben, ein Karussell wird sich drehen. Und auf dem Kinderflohmarkt in der Seestraße werden für wenig Geld attraktive Produkte über den Verkaufstisch gereicht.

„Die Einzelhändler sind alle noch da und bringen uff die Gass, was weg muss“, betont Schmidt. Dekorationsartikel und Inventar, Kurioses und Liegengebliebenes – das Stöbern durch den Fundus macht bekanntlich den Gästen eine Menge Freude. Nicht umsonst erwarten die Veranstalter mehr als 10 000 Gäste an diesem Sonntag in ihrer Stadt. Auch um den Ortsfremden die Orientierung zwischen den verschiedenen Aktionsflächen zu erleichtern, soll es in der Verbindung zwischen Unter- und Oberstadt rot-gelbe optische Hinweise geben. Wie die genau aussehen werden, will Schmidt noch nicht verraten.

Schmidt freut sich, dass „der Markt wieder so ablaufen darf, wie wir es von früher her kannten“, also ohne pandemiebedingte Einschränkungen. Und dass die Resonanz unter den Ausstellern so gut ist, denn es „ist das erste Mal, dass das Stadtmarketing den Markt in dieser Form und Größe selbst organisiert.“ Zuvor waren dafür eigens Firmen engagiert worden.

Seiner Freude über das bevorstehende Ereignis gibt auch Bürgermeister Daniel Christian Glöckner Ausdruck: „Das Ambiente mitten in der Stadt ist der Rahmen dafür, dass es auch Spaß macht“, freut er sich auf viele Gäste in seiner Stadt.

VON ANDREA EULER

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