Sogar im Zeitrahmen geblieben

Vor der „Unterwasserwelt“ im ersten Stock der sanierten Jossatal-Schule haben sich unter anderem der Kreisbeigeordnete Winfried Ottmann, Schulleiterin Stephanie Noll, Architekt Timo Trageser und Joachim Pfannmüller vom Staatlichen Schulamt (vorne von links) versammelt. Foto: PM

Nach fünfjähriger Sanierung ist die Grundschule in Jossgrund bestens gerüstet für die nächsten Schülergenerationen

Jossgrund – Die Jossatal-Schule ist für die Zukunft gewappnet. Nach fünfjähriger Bauzeit ist aus der 52 Jahre alten Grundschule in Jossgrund-Oberndorf ein Glanzstück geworden. In einer Feierstunde würdigte Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Winfried Ottmann das gelungene Bauprojekt. „Das ganze Haus wurde auf den Kopf gestellt“, so Ottmann, um Zug um Zug den 70er-Jahre-Bau ins 21. Jahrhundert zu überführen. „Die digitale Ausstattung entspricht nun in allen Belangen den aktuellen Erfordernissen an einen modernen Schulalltag“, erläuterte Ottmann. Die Grundschule der Gemeinde Jossgrund mit den Ortsteilen Oberndorf, Pfaffenhausen, Burgjoß und Lettgenbrunn verfügt nach dem Umbau über eine nagelneue Küche samt Mensa und ist so für einen künftigen Ganztagesbetrieb optimal aufgestellt. Joachim Pfannmüller vom Staatlichen Schulamt zeigte sich vom Ergebnis des Umbaus begeistert und dankte Ottmann, dem „Organisator im Hintergrund“, für die professionelle Umsetzung. Der Kreisbeigeordnete bedankte sich beim Staatlichen Schulamt, beim Architekten Timo Trageser und bei allen am Bau Beteiligten. In allen Reden wurde die gute Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis als Bauträger, der Schule, die fünf Jahre parallel zum Baubetrieb weiterlief, und der Kommune hervorgehoben. Speziell die Kooperation mit der Gemeinde Jossgrund „hat gute Tradition“, lobte Ottmann.

4,5 Millionen Euro kostete die umfangreiche Sanierung, nach der die Jossatal-Schule „eine neue Schule“ ist, wie es Rainer Schreiber ausdrückte. Er war dort selbst ab 1977 Schüler. „Damals war die Schule fast neu und wir haben schon gefroren“, erinnerte er sich. Heute lernt dort sein Ältester zusammen mit 130 weiteren Jungen und Mädchen in energetisch sanierten Räumen.

Transparenz, Helligkeit und eine puristische Architektursprache prägen das komplett neu strukturierte Schulgebäude. Im Erdgeschoss lädt eine großzügige Kommunikationsfläche zu Veranstaltungen und zum Aufenthalt in den Pausen und im Ganztagesangebot ein. Ein Wandbild mit Waldlandschaft schlägt die Brücke zum Spessart. Es gibt einen barrierefreien, flexiblen Klassenraum, einen Werkraum und eine Bibliothek, eine neue Toilettenanlage sowie Büros für die Schulverwaltung und das Lehrerzimmer. Im ersten Obergeschoss gehen von einem quadratischen Flur die Klassenräume ab. Ein Wandbild mit Riesenschildkröte in einer farbenfrohen Unterwasserwelt zieht die Blicke auf sich.

Architekt Timo Trageser übergab ein Bild mit fünf verschiedenfarbigen Schlüsseln für die fünf Bauabschnitte von 2017 bis 2022 an Schulleiterin Stephanie Noll. Trotz Corona-Krise und Ukraine-Krieg und der damit verbundenen Lieferschwierigkeiten sei man im Zeitplan geblieben, wofür er auch den vielen engagierten Handwerkern, fast ausschließlich aus der Region, seinen Dank aussprach. Trageser führte die Festgäste durch das erneuerte Gebäude und wies dabei auch auf die „offenen Blickachsen“ hin: Viele Fenster ermöglichen Ausblicke in die herbstlich leuchtende Natur.

Schulleiterin Noll dankte allen am Bau Beteiligten im Namen der Schulgemeinde, die sehr glücklich mit dem Ergebnis sei. Derzeit wird der Sportplatz hergerichtet, dann ist der Schulhof dran. Noll hofft, dass spätestens zum Schulfest im nächsten Sommer alles fertig ist.
upn

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