Historisches Diktiergerät findet neue Heimat

Übergabe eines Diktiergerätes: Marc Ihl (links) und Wolfgang Ruf bei der Übergabe eines Plattenspeichers. Foto: PM

Im Radio-Museum fristeten sie ein Nischendasein und nur wenige Besucher nahmen von den historischen Diktiergeräten überhaupt Notiz.

Linsengericht – Im Zuge der Modernisierung hat sich der Vereinsvorstand daher entschlossen, sich von diesen technischen Raritäten zu trennen. Einen neuen Platz finden sie jetzt in der Ausstellung klassischer Schreibmaschinen des Bürozentrums Gelnhausen.

Hier erhalten Besucher einen Eindruck, wie vor einigen Jahrzehnten Chefs und Sekretärinnen gemeinsam Korrespondenz bearbeitet haben. Ausgestattet mit Mikrofon und Plattenspeicher waren Diktiergeräte in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts ein wichtiges Bindeglied in Büros aller Art, teilt das Museum mit.

Zunächst seien diese Diktiergeräte außerordentlich schwer gewesen und überwiegend für den stationären Einsatz gedacht. Ausgestattet mit Magnetbändern und Platten wurde das „Diktat“ elektronisch abgespeichert und dann von Sekretärinnen oder in Schreibbüros buchstäblich „zu Papier gebracht“.

Bei der Übergabe der Geräte betonten der Vorsitzende des Radio-Museums Linsengericht, Wolfgang Ruf, und der Geschäftsführer des Bürozentrums Gelnhausen, Marc Ihl, übereinstimmend, dass diese Exponate einen Einblick vermitteln, wie in den vergangenen Jahrzehnten die Technik der Sprachaufzeichnung den Büroalltag geprägt hat. Sie fänden damit einen angemessenen Platz und dienten damit nicht nur dem Nachwuchs als willkommenes Anschauungsmaterial.

Wolfgang Ruf machte bei der Übergabe deutlich, dass man sich im Radio-Museum künftig besonders auf Röhrenradios und einige ausgewählte Geräte der frühen Unterhaltungselektronik konzentrieren möchte. „Dass diese Diktiergeräte nur noch im Fundus lagern, dafür sind sie zu schade“, so Ruf.  sem

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